Analyse der Bedeutsamkeit diffusen Stoffeintrags im Einzugsgebiet des Drei-Schluchten-Staudamms mit Hilfe des öko-hydrologischen Modells SWAT - Auswirkungen des Landnutzungswandels auf Wassermenge und -qualität
Die Bearbeitung des Teilprojekts STOFFEINTRÄGE erfolgt durch die Prof. Dr. Nicola Fohrer, Dr. Britta Schmalz, Dr. Georg Hörmann und Katrin Bieger.
Die großräumige Umnutzung der Landschaft in der Drei-Schluchten-Region hat unter anderem auch einen erheblichen Einfluss auf den Wasser- und Stoffhaushalt der betroffenen Einzugsgebiete. Hier bei spielen vor allem Einträge von Sediment und partikulär gebundenem Phosphor durch Bodenerosion und Hangrutschungen eine Rolle.
Ziel des Teilprojekts STOFFEINTRÄGE ist es, am Beispiel des Xiangxi-Einzugsgebiet mit Hilfe einer öko-hydrologischen Modellierung aufzuzeigen, wie die Wasser- und Stoffhaushaltskomponenten auf den großflächigen Landnutzungswandel reagieren und aus öko-hydrologischer Sicht tragfähige Landnutzungskonzepte zu erarbeiten. Dabei soll eine übertragbare Methodik entwickelt werden, die auch in anderen von Großstaudamm-Projekten beeinflussten Gebieten mit geringer Datendichte angewendet werden kann.
Das öko-hydrologische Modell SWAT wurde bereits in zahlreichen Studien weltweit zur Simulation des Einflusses von Landnutzungsänderungen auf den Wasser- und Stoffhaushalt komplexer Einzugsgebiete eingesetzt. Die Modellanwendbarkeit für die im Einzugsgebiet des Xiangxi vorherrschenden Bedingungen wurde durch erste erfolgreiche Simulationen des Wasserhaushalts basierend auf Proxydaten überprüft.
Im Rahmen des Teilprojekts STOFFEINTRÄGE werden die Proxydaten durch die Ergebnisse der Feldkampagnen und Fernerkundungsanalysen der übrigen Teilprojekte sowie eigener Messungen ersetzt. Es wird vorwiegend das gesamte Einzugsgebiet des Xiangxi (3.200 km2) betrachtet, wobei in Abstimmung mit den Projektpartnern die Ergebnisse für die Teilgebiete Quyuan und Xiangjiaba sowie den Aufstaubereich des Xiangxi in einem genesteten Ansatz zusätzlich einzeln analysiert werden können. Damit wird der Prozess des Upscalings und der Regionalisierung der räumlich begrenzten Feldarbeiten unterstützt.
Der Fluss Xiangxi im März 2007 (Foto: N. Köplin 03/2007)
letzte Änderung 14.04.2011 | Dr. Günter Subklew |Impressum |Ausdrucken
