Tongji Universität Shanghai, Forschungszentrum Jülich und United Nations Environment Programme (UNEP) veranstalten gemeinsam die zweite Internationale Sommerschule über die

NACHHALTIGE NUTZUNG NATÜRLICHER RESSOURCEN

Auf einer gemeinsamen Initiative des Forschungszentrums Jülich und der Tongji Universität in Shanghai basierend fand die erste afrikanisch / chinesisch / deutsche Sommerschule im August 2006 in Jülich statt. Seinerzeit lag der Schwerpunkt auf dem Thema Bedeutung des Wassers in Atmosphäre, Vegetation und Boden. In diesem Jahr hatte die Tongji Universität in Shanghai die Organisation übernommen. Hier kamen vom 19. bis 29. August 29 junge Wissenschaftler aus Brasilien, China, Deutschland, von der Elfenbeinküste und aus Kenia zusammen, um gemeinsam in Vorlesungen, Diskussionsforen und Feldexkursionen ihr Wissen über das Management von Wasserressourcen zu vertiefen.
http://unep-iesd.tongji.edu.cn/IESD/index.jsp


Gruppenfoto der Sommerschule 2007



Während dieser Zeit bildeten die Vorträge der Referenten von fünf chinesischen Universitäten sowie dem GKSS Forschungszentrum Geesthacht, dem Forschungszentrum Jülich und der Universität Mainz den wissenschaftlichen Einstieg in das Gesamtthema.


Dabei wurden wasserwirtschaftliche und volkswirtschaftliche Themen, Wasserbauprojekte und technische Verfahren zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung behandelt. Die Exkursionen führten zu Trinkwasseraufbereitungs- und Abwasserbehandlungsanlagen im erweiterten Stadtgebiet von Shanghai, wo die enormen Herausforderungen sehr deutlich wurden, mit denen die Infrastruktur-Verantwortlichen in einer Stadt von derzeit 17 Mio. Einwohnern mit wachsendem Lebensstandard und damit auch stetig zunehmendem Wasserbrauch konfrontiert sind. Hierzu gehört auch die Sanierung innerstädtischer Fließgewässer, die früher als offene Abwassersammler genutzt wurden, und die heute wieder für Erholungszwecke nutzbar sind. Weiterhin hatten die Organisatoren einen Besuch von Chongming vorbereitet. Diese in der Mündung des Yangtze gelegene Insel ist die zweitgrößte unter der Verwaltung der VR China (nach Hainan). Dort leben ca. 700.000 Menschen. Die Insel ist durch die Ablagerung von Yangtze-Sedimenten entstanden und wächst jährlich weiter. Allerdings verringert sich als Folge der Errichtung des Drei-Schluchten-Dammes die Sedimentfracht des Flusses und damit auch die jährliche Größenzunahme. Auf Chongming wird derzeit für 500.000 Einwohner die konsequent ökologisch ausgerichtete Stadt Dongtan errichtet, deren erster Bauabschnitt zur Weltausstellung im Jahr 2010 in Shanghai fertig gestellt sein soll. An der östlichen Spitze der Insel wurden Feuchtgebiete eingerichtet, die ein Rückzugs- und Ruhegebiet für Pflanzen und Tiere bilden.


Exkursion zur Insel Chongming



Nachdem die bisherigen Sommerschulen zur "Nachhalten Nutzung natürlicher Ressourcen" sowohl fachlich als auch unter dem Gesichtspunkt des "Gegenseitigen Kennenlernens und Besser Verstehens" überaus erfolgreich waren, soll die nächste Veranstaltung im Frühjahr 2009 in Nairobi (Kenia) stattfinden. Erste Gespräche mit dem dem United Nations Environment Programme (UNEP) haben hierzu bereits stattgefunden.


letzte Änderung 5.09.2010 | |Impressum |Ausdrucken