Landnutzungswandel - Erosion - Hangbewegungen - Stoffeinträge
Wissenschaftliche Koordination: Prof. Dr. Thomas Scholten und Dipl.-Geogr. Sarah Schönbrodt (Universität Tübingen)
Teilprojekt LANDNUTZUNGSWANDEL: Prof. Dr. Lorenz King und Dipl.-Geogr. Christoph Seeber (Universität Gießen)
Teilprojekt EROSION: Prof. Dr. Thomas Scholten, Dr. Thorsten Behrens und Dipl.-Geogr. Sarah Schönbrodt (Uni Tübingen)
Teilprojekt HANGBEWEGUNGEN: Prof. Dr. Joachim Rohn, Dr. Dominik Ehret und Dipl. Geol. Markus Schleier (Universität Erlangen-Nürnberg)
Teilprojekt STOFFEINTRÄGE: Prof. Dr. Nicola Fohrer, Dr. Britta Schmalz, Dr. Georg Hörmann und Dipl.-Geogr. Katrin Bieger (Universität Kiel)
Teilprojekt FERNERKUNDUNG: Prof. Dr. Hermann Kaufmann und Dr. Michaela Frei (Universität Potsdam) und Dr. Xia Ye (GeoForschungsZentrum Potsdam)
Fotos: G. Subklew, T. Scholten, S. Schönbrodt
Im Einzugsgebiet des Yangtze gehören Erosionsprozesse und Hangrutschungen zu den geogenen Hauptgefahren: Mehr als 2000 großskalige Rutschungsmassen wurden entlang der Ufer des Reservoirs entdeckt. Seit 1982 traten mehr als 70 Erdrutsche, Einstürze und Schlammströme auf mit unmittelbarer Gefährdung auch für die Bevölkerung.
Seit April 2008 wird das Verbundvorhaben YANGTZE: LANDNUTZUNGSWANDEL - EROSION - HANGBEWEGUNGEN im Bereich des Drei-Schluchten-Staudamms vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Im Juli 2009 wurde das YANGTZE-Verbundprojekt durch das Teilprojekt STOFFEINTRÄGE erweitert. Die Projektbearbeitung findet in enger Zusammenarbeit mit dem Ministry of Land Resources of the People's Republic of China (MLR) statt.
Das Ziel des YANGTZE-Projekts besteht in der einzugsgebietsbezogenen Analyse und Risikoabschätzung von Massenbewegungen, Bodenerosion und diffusen Stoffeinträgen in das Reservoir sowie der Landnutzungsdynamik und Landnutzungsvulnerabilität infolge der Errichtung des Drei-Schluchten-Staudamms. Dazu werden in einem partizipativen Ansatz in fünf
Teilprojekten GIS-basierte Verfahren entwickelt, die datenbasierte Mustererkennungsverfahren wie Neuronale Netze und ökologische Modellierungen integrieren und monitoringfähig machen. Gewonnene Erkenntnisse werden schließlich der Entwicklung und Etablierung von optimierten Nutzungsstrategien des Yangtze und seiner Hauptnebenflüsse und angrenzenden Städte dienen und im Sinne einer validen Flussgebietsmanagementmethodik Optionen für eine nachhaltige Umwelt- und Landnutzungsplanung in der Region liefern. Die erfolgreiche Testphase und Umsetzung solch eines Entscheidungsinstruments zielt schließlich auf dessen Transfer auf weitere Einzugsgebiete, insbesondere die Region um Chongqing ab.
letzte Änderung 04.04.2011 | Dr. Günter Subklew |Impressum |Ausdrucken
